ÖVP-Schmidt: "Konkurrenz belebt das Geschäft – auch bei der Bahn"

Europäische Passagierrechte als Schlüssel zu mehr Bahnverkehr. Kostenlawine für Autofahrer bringt nichts.

Pressemeldung

Mär
20

"Nur das Autofahren teurer zu machen, bringt nichts: Wenn man wirklich einen Umstieg von der Straße auf die Schiene erreichen will, brauchen wir vor allem Wettbewerb zwischen Eisenbahnunternehmen und eine volle Informationspflicht über die Angebote für die Fahrgäste, damit die auch von diesem Wettbewerb profitieren können", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt nach einer Debatte über Europäische Passagierrechte im Bahnverkehr im Verkehrsausschuss des Europaparlaments.

"Der bisherige Ansatz ist ja, das Autofahren so lange teurer zu machen, bis die Menschen auf die Bahn umsteigen", kritisiert Schmidt. "Diese Taktik ist vor allem im Fernverkehr kläglich gescheitert, noch immer liegt der Marktanteil der Bahn bei Langstrecken unter zehn Prozent."

"Will man mehr Schienenverkehr, braucht man mehr Konkurrenz", sagt Schmidt. "Bestes Beispiel ist die Strecke Salzburg-Wien – seit es hier mehr als ein Angebot gibt, sinken die Preise, die Passagierzahlen steigen. Deshalb setzen wir uns bei der laufenden Überarbeitung der EU-Regeln für Bahn-Fahrgastrechte dafür ein, dass sämtliche Preise und Konditionen aller Angebote einfach, übersichtlich und gut vergleichbar verfügbar sein müssen."

"Auch wenn es immer noch Punkte gibt, die zwischen den staatlichen und den privaten Anbietern Schwierigkeiten bereiten, so müssen wir uns doch stets daran erinnern, wer unser Haupt-Mitbewerber ist: Der noch immer dominante motorisierte Individualverkehr auf der Straße", sagt WESTBahn-CEO Erich Forster. "Wenn der Modal Split signifikant zugunsten der Schiene verändert werden soll, muss der Wettbewerb auf der Schiene, eben durch die Vergleichbarkeit aller Angebote, gestärkt werden."

Schmidt hat sich am Dienstag mit Vertretern von ALLRAIL getroffen, einer europäischen Allianz nicht-staatlicher Bahnen. Thema waren Bahn-Passagierrechte. Forster ist Präsident von ALLRAIL.

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Mag. Claudia Schmidt MEP, Tel.: +32 2 2845181 bzw. claudia.schmidt@ep.europa.eu