ÖVP-Schmidt: Teelichter und U-Bahnfahren oft gefährlicher als Dieselautos

ÖVP gegen "hysterische Verteufelung von Dieselmotoren". EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid überdenken.

Pressemeldung

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Straßburg, 13. September (ÖVP-PD) "Teelichter, Räucherstäbchen und U-Bahnfahren sind punkto Feinstaubbelastung gefährlicher als Dieselautos", sagt Claudia Schmidt, EU-Verkehrssprecherin der ÖVP, vor der heutigen Debatte im Europäischen Parlament über die Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen.

Schmidt warnt vor der "hysterischen Verteufelung von Dieselmotoren". "Die Abgasmanipulationen aller Autohersteller gehören bestraft, aber die Hexenjagd auf Dieselmotoren ist völlig übertrieben. Dieselautos werden noch sehr lange Zeit auf österreichischen Straßen rollen", betont die Salzburger Abgeordnete. "Vielmehr sollte man die Grenzwerte für Feinstaub- und Stickoxidemissionen für diese Fahrzeuge überdenken."

Denn die geltenden Stickoxidgrenzwerte für Dieselmotoren (40 Mikrogramm NOx pro Kubikmeter Luft) seien viel niedriger als jene in vielen Alltagssituationen, sagt Schmidt. "An manchen Arbeitsplätzen sind bis zu 950 Mikrogramm erlaubt, also 2350 Prozent mehr. Eine Zigarette erzeugt mehr Feinstaub als eine halbe Stunde Laufzeit eines Dieselmotors. Ein Teelicht oder ein Räucherstäbchen überschreitet den erlaubten Feinstaub-Grenzwert für Dieselmotoren im Freien um 700 Prozent."

"Der Feinstaub-Gehalt in der Londoner U-Bahn liegt zehn bis 20 Mal über dem erlaubten Grenzwert für Dieselmotoren auf der Autobahn. Sollen wir jetzt U-Bahnen auch bekämpfen?", fragt die Europaabgeordnete und fordert: "Lassen wir die Kirche im Dorf."

 

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Mag. Claudia Schmidt MEP, Tel.: +33 3 88 1 75181 bzw. claudia.schmidt@ep.europa.eu