ÖVP-Schmidt und Rübig gegen "Elektroautozwang" in der EU

ÖVP "für moderne, saubere Autos", aber "gegen Hexenjagd auf Verbrennungsmotoren"

Pressemeldung

Nov
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Brüssel, 08. November 2017

Vorsichtig positiv äußern sich die ÖVP-Europaabgeordneten Claudia Schmidt und Paul Rübig zu den heute erwarteten Vorschlägen der EU-Kommission zu weiteren CO2-Reduktion der Abgase von Neuwagen. "Neue Technologien fördern, kein Elektroautozwang und keine Verteufelung von Autos - an diesen Grundsätzen werden wir die heutigen Gesetzesvorschläge messen", sagen Schmidt und Rübig.

"Es ist richtig, Anreize für moderne, saubere Autos zu schaffen. Ich werde aber entschlossen gegen einseitige Zwangsmaßnahmen und die Hexenjagd auf Verbrennungsmotoren kämpfen. Autofahren ist kein Luxus, sondern für die meisten Bürger eine Notwendigkeit. Es muss in Forschung investiert und Infrastruktur finanziert werden, um negative Auswirkungen des Autoverkehrs zu verringern. Der Staat soll die Mobilität ermöglichen, die die Bürger brauchen", fordert Schmidt, Verkehrssprecherin der ÖVP im EU-Parlament.

"Die Kunden sollen entscheiden, ob sie Elektroautos kaufen wollen", sagt Rübig. "Noch scheint die Technologie nicht ausgereift genug für viele Anforderungen des Alltagseinsatzes. Ebenso muss das Recycling durchdacht und Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden. Eine in Brand geratene Batterie kann nur sehr schwer gelöscht werden."

Rübig erinnert zudem daran, dass die Stromerzeugung für den Betrieb von Elektroautos nachhaltig sein müsse. Er warnt vor einer indirekten Förderung der Atomkraft und von Kohlekraftwerken in Europa durch das Forcieren der strombetriebenen Fahrzeuge. "Gegen Kohlekraftwerke spricht, dass Elektroautos dem Klima nur dann etwas bringen, wenn der dafür notwendige Strom CO2-frei produziert wird. Das wiederum könnten manche Länder als Vorwand zum Ausbau von gefährlicher Atomenergie nutzen. Das darf nicht passieren", schließt Rübig.