Autoverkehr nicht verteuern

Verkehrsausschuss des EU-Parlaments debattiert Weiterentwicklung der europäischen Verkehrspolitik

Pressemeldung

Apr
14

Brüssel , 14.04.2015

Keine weitere Verteuerung des Autoverkehrs will die Verkehrssprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament, Claudia Schmidt. "Manche Zukunftsideen der EU-Kommission sind reine Luftschlösser. Die technologische Entwicklung von neuen Motoren wird weder schneller noch besser, wenn man Autoverkehr verteuert", so Schmidt in der heutigen Debatte im Verkehrsausschuss über die Weiterentwicklung der europäischen Verkehrspolitik.

Im sogenannten "Weißbuch Verkehr" war 2011 beschlossen worden, dass 2025 nur mehr die Hälfte des Stadtverkehrs mit konventionellen Autos erfolgen und bis 2050 es in Städten überhaupt keine Verbrennungsmotoren auf Rädern mehr geben soll. "Es ist richtig, die Schiene und andere Verkehrsträger auszubauen und zu vernetzen. Aber wenn man eine solch gewaltige Umstellung plant, derart massiv in das private Mobilitätsverhalten der Bürger eingreifen will, dann geht das nur mit einer breiten, öffentlichen, gesamteuropäischen Debatte. Andernfalls ist man von vornherein zum Scheitern verurteilt", so Schmidt.

Schmidt bemängelt, dass die Pläne für einen einheitlichen europäischen Verkehrsraum kaum Fortschritte machen:  "Die Idee eines einheitlichen Verkehrsraumes genießt breite Zustimmung, die konkrete Umsetzung wird aber von Mitgliedsstaaten aus Einzelinteressen heraus verhindert, verzögert und blockiert ", so die ÖVP-Abgeordnete. Als Beispiel nennt Schmidt die deutschen Mautpläne. "Die unterschiedlichen Mautsysteme behindern den grenzüberschreitenden Verkehr", so Schmidt.

 

 

 

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