ÖVP-Schmidt: "Beenden teuren Papierkrieg im Frachtverkehr"

Frachtpapiere künftig nur noch elektronisch verarbeiten. Wirtschaft erspart sich 27 Milliarden Euro bis 2040.

Pressemeldung

Jan
29

"Künftig werden wir alle Frachtpapiere im europäischen Transportwesen nur noch elektronisch verarbeiten. Dafür ist es allerhöchste Zeit, denn im Zeitalter der rasant fortschreitenden Digitalisierung ist es vollkommen unzeitgemäß, wenn noch immer 99 Prozent aller Transportunterlagen tatsächlich in Papierform bearbeitet werden", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt zur heutigen Abstimmung im Verkehrsausschuss über die Position des Europaparlaments zu elektronischen Frachtpapieren, die sie federführend ausverhandelt hat.

"Vor allem Klein- und Mittelbetriebe profitieren von den neuen EU-Regeln, weil sie heute am meisten unter dem teuren Papierkrieg in der Transportwirtschaft leiden. Denn bei der Abwicklung von Frachttransporten in Europa leben wir tatsächlich noch im vorigen Jahrhundert: Die Frachtdaten werden bis zu fünf Mal pro Lieferung in einen Computer eingegeben, ausgedruckt, auf Papier mitgeführt - dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Zwischenetappe. Fehlte gerade noch, dass mit mechanischen Schreibmaschinen gearbeitet würde", kritisiert Schmidt.

"Diese Vorgehensweise ist fehleranfällig, ineffizient und viel zu kostspielig. Die Europäische Kommission hat ausgerechnet, dass sich die europäische Wirtschaft bis 2040 an die 27 Milliarden Euro erspart, wenn wir diese antiquierten Zwischenschritte streichen. Dem stehen Einführungskosten von rund 4,4 Milliarden Euro für die IT-Infrastruktur gegenüber", sagt Schmidt. "Bis zu acht Milliarden Blatt Papier pro Jahr müssten künftig nicht mehr sinnlos bedruckt werden - das entspricht rund 900.000 Bäumen und damit einem bereits ziemlich eindrucksvollen Wald."

"Wir müssen zügig einheitliche IT-Standards für die Transportbranche ausarbeiten. Dann verpflichten wir in einem ersten Schritt die Behörden, elektronische Frachtpapiere ausnahmslos zu akzeptieren. Schließlich müssen wir nach und nach auch die Unternehmen dazu bringen, die Zettelwirtschaft im Transportwesen ein für alle Mal zu beenden", so Schmidt.

Die Gesetzespläne für die Digitalisierung der Transportwirtschaft müssen noch in Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten bestätigt werden und sollen ab 2025 gelten.

 

 

 

 

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