ÖVP-Schmidt: "Digitale Revolution für den Frachtverkehr"

Schluss mit der Zettelwirtschaft - alle Frachtpapiere nur noch digital. Wirtschaft erspart sich 27 Milliarden Euro.

Pressemeldung

Mär
12

"Die digitale Revolution hat den Frachtverkehr bisher noch nicht erreicht, immer noch werden 99 Prozent aller Frachtunterlagen tatsächlich in Papierform behandelt. Damit machen wir Schluss: Die Digitalisierung aller Frachtpapiere wird der Wirtschaft bis 2040 nicht weniger als 27 Milliarden Euro ersparen", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt zur Plenarabstimmung über die Position des Europaparlaments zu elektronischen Frachtpapieren, die sie federführend ausverhandelt hat.

"Derzeit läuft die Abwicklung von Frachtpapieren im Grunde immer noch so ab wie vor 100 Jahren: Die Frachtdaten werden bis zu fünf Mal pro Lieferung per Hand in einen Computer eingegeben, ausgedruckt und in Papierform mitgeführt. Fehlte gerade noch, dass mit mechanischen Schreibmaschinen gearbeitet wird", sagt Schmidt. "Vor allem für Klein- und Mittelbetriebe ist diese völlig überholte Zettelwirtschaft eine große Belastung, die wir mit dem elektronischen Frachtbrief beseitigen werden."

"Die Zeit dafür drängt: Wir müssen zügig einheitliche IT-Standards für die Transportbranche ausarbeiten. Dann verpflichten wir in einem ersten Schritt die Behörden, elektronische Frachtpapiere ausnahmslos zu akzeptieren. Schließlich müssen wir nach und nach auch die Unternehmen dazu bringen, die den Papierkrieg im Transportwesen ein für alle Mal zu beenden", sagt Schmidt.

"Denn diese Vorgehensweise ist nicht nur fehleranfällig und ineffizient, sondern auch eine enorme Verschwendung von Ressourcen. Bis zu acht Milliarden Blatt Papier pro Jahr müssten künftig nicht mehr sinnlos bedruckt werden - das entspricht rund 900.000 Bäumen", sagt Schmidt.

Die Gesetzespläne für die Digitalisierung der Transportwirtschaft müssen noch in Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten bestätigt werden und sollen ab 2025 gelten.

 

 

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