ÖVP-Schmidt: "Echte Entlastung für Transitstrecken"

Verlagerung von Straße auf Schiene durch "kombinierten Güterverkehr neu" greifbar. Brenner könnte stark profitieren.

Pressemeldung

Mär
28

"Das ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung von Transitstrecken wie über den Brenner und die Tauern: Mit den neuen Regeln für den kombinierten Güterverkehr wird die Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene tatsächlich greifbar", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete und EU-Verkehrspolitikerin Claudia Schmidt zur Plenarabstimmung über die Position des Europaparlaments zum kombinierten Verkehr gestern Abend. "Für die ersten und letzten Kilometer des Ferntransports per Lkw planen wir spürbare Entlastungen. Der Bahntransport wird günstiger."

"Das sind gute Nachrichten für die Bewohner an den Transitrouten in Tirol und Salzburg, wenn sich das Europaparlament durchsetzt: Die Luft würde besser, der Lärm weniger und Staus seltener", sagt Schmidt, die das geplante EU-Gesetz für die Europäische Volkspartei verhandelt hat. "Beim kombinierten Transport dürfen nur noch die ersten und letzten 150 Kilometer per Lkw gefahren werden, bei besonderer Verkehrsbelastung nur jeweils 75 Kilometer. Damit ist zum Beispiel der Tirol-Transit per Lkw ausgeschlossen, wenn man von der Kombi-Lösung profitieren will. Die bringt neben günstigeren Bahn-Tarifen eine Aufhebung der Nacht- und Wochenendfahrverbote und Mautnachlässe für die Lkw-Teilstücke. Und wir schaffen die mühsame Zettelwirtschaft ab, es gibt nur noch elektronische Frachtpapiere und automatische Containererkennung."

"Wenn unser Vorschlag durchgeht, wird die Schiene wohl ab 700 bis 800 Kilometer Entfernung die kostengünstigere Transportlösung", sagt Schmidt. "Natürlich müssen weitere Schritte folgen, damit die Schiene eine starke Konkurrenz zur Straße wird. Vor allem müssen die vielen absurden, protektionistischen Hürden endlich abgeschafft werden, die den Güterverkehr auf der Schiene bremsen. Ein Beispiel: Jeder Lokführer braucht fortgeschrittene Sprachkenntnisse für jedes Land, durch das er den Güterzug fährt."

Die Position Europaparlaments muss noch mit den Mitgliedstaaten abgestimmt werden, damit die neuen Regeln für den kombinierten Verkehr in Kraft treten können. Im Idealfall könnte es in einem Jahr soweit sein.

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