ÖVP-Schmidt: "Schluss mit der Abzocke der Paketzusteller"

Hohe Aufschläge für grenzüberschreitende EU-Paketsendungen müssen weg. Transparenz als erster Schritt.

Pressemeldung

Mär
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Straßburg, 13. März 2018

"Gerade im Zeitalter des Internethandels werden wir von den Paketzustellern abgezockt. Damit muss Schluss sein", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt zur heutigen Abstimmung über Reformschritte für grenzüberschreitende Paketdienste im Plenum des Europaparlaments.

"Wir kennen das Phänomen vom Roaming vor der Abschaffung der Auslandsaufschläge: Jeden Tag zocken die Paketzustell-Konzerne Konsumenten wie Klein- und Mittelbetriebe ab, wenn sie grenzüberschreitende Transporte durchführen", sagt Schmidt. "Nur weil eine Staatsgrenze überschritten wird, verteuert sich der Zustellpreis um bis zu 500 Prozent. Das darf in einem EU-Binnenmarkt nicht sein, das behindert den Binnenmarkt und ist nicht durch höhere Kosten oder sonstwie erklärbar. Daher werden wir diese Wucherpraxis wie beim Roaming abstellen."

"Heute gehen wir einen ersten aber wichtigen Schritt in diese Richtung", erläutert Schmidt: "Alle grenzüberschreitenden Paketzusteller müssen ihre Tarife in Zukunft zentral veröffentlichen, damit Klein- und Mittelbetriebe wie Konsumenten den günstigsten Anbieter aussuchen können. Der Wettbewerb wird so für erste Preissenkungen sorgen. Nationale Behörden müssen gegen unverhältnismäßig hohe Preise vorgehen, wenn es um Lieferstrecken geht, wo es nur wenig oder keine Konkurrenz gibt."

„Doch nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung - wir machen uns gleich wieder an die Arbeit“, sagt Schmidt. „Das nächste Mal soll es um die komplette Abschaffung der völlig unverhältnismäßigen Zusatzgebühren für grenzüberschreitende Lieferungen gehen.“

„Internetriesen wie Amazon und Zalando leiden im Übrigen nicht unter den Aufschlägen für Lieferungen ins EU-Ausland - sie haben genug Marktmacht, um Sonderkonditionen durchzusetzen“, schließt Schmidt.

 

 

 

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