ÖVP-Schmidt will intransparente NGO-Finanzen durchleuchten

EU zahlte 2015 1,2 Milliarden Euro an NGOs / ÖVP kritisiert "Verschleierungstechniken" der NGOs

Pressemeldung

Mär
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Brüssel , 27.03.2017

Die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt fordert neue Regeln, um die intransparente Finanzierung vieler Nichtregierungsorganisation (NGOs) zu durchleuchten. "Viele NGOs lassen sich nicht gern in die Karten schauen. Gerade die Organisationen, die ständig Transparenz von allen und jedem einfordern, sind selber oft intransparent", so Schmidt heute im Haushaltskontrollausschuss des EU-Parlaments.

Das Parlament erarbeitet derzeit einen Bericht über die "Haushaltskontrolle der Finanzierung von NGOs aus dem EU-Budget". Mit insgesamt 1,2 Milliarden Euro hat die EU im Jahr 2015 NGOs bezuschusst, rund 90 Prozent davon im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Allein die 28 Top-Nutznießer erhielten insgesamt 610 Millionen Euro.

Schmidt fordert, dass alle EU-Förderungen für NGOs in einer "umfassenden, zentralen Transparenzdatenbank" veröffentlicht werden. "Jeder Bürger soll nachschlagen können, welche NGOs von der EU gefördert werden. Wir brauchen eine absolute Nachverfolgbarkeit und Rechenschaftspflicht der NGOs, sobald sie EU-Gelder erhalten", so Schmidt.

Schmidt kritisiert die "Verschleierungstechniken" mancher NGOs. "Durch unterschiedliche Namensgebungen ein und derselben NGO, durch NGO-Netzwerke und Weiterleitungen der Gelder von einer NGO zur anderen ist oft unklar, wo das Geld schließlich landet und wer die endgültigen Nutznießer sind. Das geht so nicht", stellt Schmidt klar.

 

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Mag. Claudia Schmidt MEP, Tel.: +32 2 2845181 bzw. claudia.schmidt@ep.europa.eu