ÖVP-Schmidt zu Drohnen: "Europäische Erfolgsgeschichte"

Binnenmarkt für unbemannte Zivilluftfahrt geschaffen. Geschäftspotenzial von 15 Milliarden Euro pro Jahr.

Pressemeldung

Jun
12

"Wir legen den Grundstein für eine europäische Erfolgsgeschichte: Die neuen EU-Regeln für zivile Drohnen schaffen den längst überfälligen Binnenmarkt für die unbemannte Luftfahrt. Für Hersteller, Entwickler, Unternehmer und Bürger gibt es damit einen klaren Rahmen und Planungssicherheit entsprechend europäischer Standards", sagt die ÖVP-Europaabgeordnete Claudia Schmidt zur heutigen Abstimmung der neuen EU-Regeln für Drohnen im Plenum des Europaparlaments.

"Damit kann Europa Weltmarktführer für zivile Drohnen werden, das Potenzial ist enorm. Schon in zehn Jahren könnten zehn Prozent der europäischen Luftfahrt unbemannt stattfinden. Das bedeutet ein Geschäftspotenzial von 15 Milliarden Euro pro Jahr. Neben der Drohnenindustrie öffnet es vor allem für den Dienstleistungsbereich neue Perspektiven", sagt Schmidt.

"Die Drohnen-Industrie könnte bis 2050 direkt und indirekt rund 150.000 neue Jobs in Europa schaffen", so Schmidt. "Schon heute werden sie zur Überwachung und Wartung von Infrastruktur, der Kartografie, beim Film, in der Landwirtschaft und vielen anderen Bereichen eingesetzt. Diese Anwendungsbereiche werden sich dramatisch ausweiten. Der Einsatz von Drohnen wird unsere Gesellschaft ändern, Distanzen nehmen weiter ab."

"Das neue EU-Gesetz weitet die Kompetenzen der Luftsicherheitsagentur EASA aus. Die meisten Drohnen, die über ein reines Spielzeug hinausgehen, müssen künftig zentral zertifiziert und registriert werden", erläutert Schmidt. "So wird klargestellt, wer bei Unfällen die Verantwortung trägt und wer für die Verletzung der Privatsphäre zur Rechenschaft gezogen werden kann."

"28 unterschiedliche Regelungen werden damit obsolet", sagt Schmidt. "Gleichzeitig obliegt die Durchsetzung und Detailregelung wie zum Beispiel die Einrichtung von Flugtrassen, Flugverbotszonen und Anwendungsbereichen den nationalen und regionalen Behörden. Das ist europäische Bilderbuchgesetzgebung nach dem Prinzip der Subsidiarität."

 

 

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